{"id":128,"date":"2022-05-17T14:25:00","date_gmt":"2022-05-17T14:25:00","guid":{"rendered":"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/?page_id=128"},"modified":"2022-05-19T07:53:22","modified_gmt":"2022-05-19T07:53:22","slug":"case-two","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/index.php\/case-studies\/case-two\/","title":{"rendered":"Case two"},"content":{"rendered":"\n<p>Bei dem betrachteten Objekt handelt es sich um ein Einfamilienhaus in N\u00d6, welches im Jahr 2005 ausgebaut und thermisch generalsaniert wurde. Aus \u00f6kologischen \u00dcberlegungen wurde damals eine Pellets Anlage f\u00fcr Heizung und Warmwasserbereitung installiert, die bis heute zufriedenstellend und ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die mittlerweile guten Wirkungsgrade von W\u00e4rmepumpen und Nutzung von Sonnenenergie geben Anlass, um eine Adaptierung der Anlage vorzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vision<\/strong><br>Schon bei der Sanierung des Hauses 2005 war uns der \u00f6kologische Gedanke, ein Heizsystem auf Basis erneuerbarer Energie zu verwenden, wichtig. Damals waren die Wirkungsgrade von Solarenergiesystemen oder W\u00e4rmepumpen noch nicht so zufriedenstellend, sodass wir uns f\u00fcr eine Pelletsheizung entschieden haben. Mittlerweile sind aber sehr effektive, alternative Energiesysteme verf\u00fcgbar. Auch die M\u00f6glichkeit einer autarken Energieerzeugung ermuntert uns, \u00fcber etwaige Verbesserungen des aktuellen Heizsystems nachzudenken.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was soll verbessert werden<\/strong><br>Suboptimal ist beim derzeitigen System, dass im Sommer, die Pellets Anlage nur zur Warmwasserbereitung hochfahren muss. Hier w\u00e4ren eventuell Alternativen \u00fcberlegenswert die gerade im Sommer effizienter w\u00e4ren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erwartungshaltung vor der Detailrecherche<\/strong><br>Von der Detailrecherche erwarte ich mir Informationen zu Wirkweisen, Anschaffungskosten und Betriebskosten von alternativen Energieformen. Im Idealfall kristallisiert sich eine bevorzugte (Zusatz)Alternative zur Pellets Anlage heraus.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u00d6rtliche Voraussetzungen<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hausgr\u00f6\u00dfe, Standort<\/strong><br>2-geschossiges Haus mit 165m<sup>2<\/sup> Wohnfl\u00e4che (Brutto-Gescho\u00dffl\u00e4che 218m<sup>2<\/sup>), genutzt von 3 Personen, im Bezirk Krems Land. Aus dem Standort ergeben sich folgende Kennzahlen gem\u00e4\u00df Energieausweis: <\/p>\n\n\n\n<ul><li>217 Heiztage im Jahr<\/li><li>Norm-Au\u00dfentemperatur: -12 \u02daC<\/li><li>Heizgradtage: 3644 Kd\/a (Kelvin Tage pro Jahr)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Anbringung einer etwaigen Photovoltaik Anlage steht ein Nebengeb\u00e4ude (Garage) zu Verf\u00fcgung, mit Flachdach, Ausrichtung S\u00fcd-West und 30m<sup>2<\/sup> Fl\u00e4che.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><strong>Aktueller Verbrauch (Strom\/Heizung\/Warmwasser)<\/strong><\/strong><br>Derzeitiger Verbrauch f\u00fcr Heizung und Warmwasserbereitung sind etwa 4,5 Tonnen Pellets pro Jahr. Der gesamte Stromverbrauch betr\u00e4gt etwa 3.300 kWh pro Jahr.<br>Der Heizw\u00e4rmebedarf HWB betr\u00e4gt laut Energieausweis 67 kWh\/m<sup>2<\/sup>&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Existierende Installation<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Leistung kW existierender Anlage<\/strong><br>Die Pellets Anlage hat eine Nennleistung von 5-15kW.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Heizungsinstallation (Radiatoren, Fu\u00dfbodenheizung)<\/strong><br>Die Beheizung erfolgt \u00fcber Fl\u00e4chenaustragung, in einer Kombination aus Fu\u00dfboden- und Wandheizung (Niedertemperaturheizung).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausgearbeitete Handlungsoptionen<\/strong><br>F\u00fcr diese \u201eFallstudie\u201c haben wir verschiedene Webadressen recherchiert, um Informationen zu gewinnen und um verf\u00fcgbare Berechnungsmodelle zu verwenden, um Hinweise zu finden, welche alternativen Energieformen ideal f\u00fcr das betrachtende Objekt w\u00e4ren.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fanden im Besonderen die Webseite <a href=\"https:\/\/www.energieinstitut.at\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.energieinstitut.at<\/a> sehr informativ, um grundlegende Informationen \u00fcber erneuerbare Energie zu bekommen und wie man sein Haus umweltfreundlicher gestalten kann bzw. finden sich hier auch Berechnungswerkzeuge, die einen Hinweis auf Kosten und Einsparungsm\u00f6glichkeiten geben.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das betrachtete Objekt kommen prinzipiell folgende Energieformen in Frage:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Pellets (Weiterf\u00fchrung des bereits verwendeten Systems)<\/li><li>W\u00e4rmepumpen<\/li><li>Sonnenenergie<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>F\u00fcr n\u00e4here Informationen zu den Energieformen siehe <a href=\"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/index.php\/alternative-energie\/\" data-type=\"page\" data-id=\"63\">Alternative Energien<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berechnung alternativer Energiesysteme<\/strong><br>F\u00fcr die Berechnungen wurden die Werte der &#8216;\u00f6rtlichen Voraussetzungen&#8217; verwendet, je nachdem welche Parameter auf den Web-Plattformen abgefragt wurden. Eine erste gute Orientierung betreffend des optimalen Heizsystems findet man auf&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Heizungsmatrix auf <a href=\"https:\/\/www.energieinstitut.at\/tools\/matrixweb\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Energieinstitut Vorarlberg<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Mit der Heizungs-Matrix kann man feststellen, welche Heizungssysteme f\u00fcr ein Haus empfehlenswert sind. Diese Matrix ist einfach aufgebaut, einfach zu bedienen und gibt einen schnellen \u00dcberblick, welche Adaptierungen an einem Haus sinnvoll erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Parameter, die man kennen muss, um das Werkzeug zu bedienen sind der Heizw\u00e4rmebedarf am Standort des Geb\u00e4udes in kWh pro m<sup>2<\/sup> und Jahr, bzw. gegebenenfalls das Alter des Objektes und den Grad einer get\u00e4tigten Sanierung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"606\" src=\"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Heizungsmatrix-1024x606.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-174\" srcset=\"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Heizungsmatrix-1024x606.jpg 1024w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Heizungsmatrix-300x177.jpg 300w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Heizungsmatrix-768x454.jpg 768w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Heizungsmatrix-1536x909.jpg 1536w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Heizungsmatrix-1140x674.jpg 1140w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Heizungsmatrix.jpg 1775w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>F\u00fcr das betrachtete Objekt scheint die bereits bestehende Pellets Anlage offenbar eine sehr gute Option zu sein, f\u00fcr die Warmwasseraufbereitung gibt es aber die Empfehlung f\u00fcr Solarthermie oder W\u00e4rmepumpe + Photovoltaik.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berechnung Photovoltaik&nbsp;(PV)<\/strong><br>Herk\u00f6mmliche Solarmodule haben eine ungef\u00e4hre Gr\u00f6\u00dfe von 1,7 m<sup>2<\/sup> und erzielen bei guten Bedingungen etwa 350 Watt Peak (H\u00f6chstwert, etwa 0,2 kWp\/m<sup>2<\/sup>). Bei der zu Verf\u00fcgung stehenden Fl\u00e4che von 30m<sup>2<\/sup> w\u00e4re somit eine Photovoltaik Anlage mit 5-6 kWp realisierbar.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Berechnung Photovoltaik auf&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.energieinstitut.at\/tools\/susi\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.energieinstitut.at<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Tool gibt einen \u00dcberblick dar\u00fcber, wie viel Strom aus Sonnenenergie gewonnen werden kann. Um diesen Rechner effizient nutzen zu k\u00f6nnen, muss man den aktuellen Stromverbrauch pro Jahr wissen. Dar\u00fcber hinaus ist f\u00fcr die Berechnung der Photovoltaikanlage die Ausrichtung des Daches relevant, sowie die Dachneigung bzw. die m\u00f6glichen Anstellwinkel der PV-Paneele.<br>Je nachdem wie viel Geld investiert werden kann, gibt es die Berechnung mit oder ohne Batteriespeicher.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"747\" src=\"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV1-1024x747.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-150\" srcset=\"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV1-1024x747.jpg 1024w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV1-300x219.jpg 300w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV1-768x560.jpg 768w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV1.jpg 1094w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei diesem Berechnungsmodul kommt man auf einen Ertrag von 4.385 kWh\/Jahr, der durch eine Photovoltaikanlage realisierbar w\u00e4re. Der Grad der Eigennutzung h\u00e4ngt davon ab, ob man einen Batteriespeicher verwendet oder nicht. Ohne Speicherm\u00f6glichkeit betr\u00e4gt der Nutzungsgrad knapp \u00fcber 28%, dieser kann durch das Verwenden von Batteriespeichern auf 41% erh\u00f6ht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings muss man ber\u00fccksichtigen, dass sich die Anschaffung eines Batteriespeichers finanziell zurzeit nicht lohnt, da die Investitionskosten sehr hoch sind und sich keine Amortisation \u00fcber die Zeit einstellen wird (siehe nachfolgendes Bild).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"481\" src=\"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV2-1024x481.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-151\" srcset=\"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV2-1024x481.jpg 1024w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV2-300x141.jpg 300w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV2-768x361.jpg 768w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV2.jpg 1095w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Berechnung Photovoltaik<\/strong> auf <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/joulie.at\/Pv\" target=\"_blank\">joulie.at<\/a><br>Dies ist eine online Berechnungsplattform der EVN AG. F\u00fcr die Eingabe werden folgende Parameter abgefragt: Postleitzahl und Ort, wie viele Personen im Haushalt leben bzw. meistens w\u00e4hrend der Woche untertags zu Hause sind und den Jahresstromverbrauch. Im weiteren Verlauf der Berechnung wird noch die Dachform, -fl\u00e4che und Himmelsausrichtung abgefragt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"484\" height=\"791\" src=\"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-152\" srcset=\"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV3.jpg 484w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/PV3-184x300.jpg 184w\" sizes=\"(max-width: 484px) 100vw, 484px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Hier kommt man interessanterweise auf eine weit h\u00f6here Eigenverbrauchsquote (mit Batteriespeicher) von 63%. Bei diesem Tool werden auch Investitionskosten in H\u00f6he von etwas mehr als \u20ac 22.000 angegeben, wobei hier auch noch ein 300 Liter Warmwasserspeicher mit Heizstab inkludiert ist, was wohl auch die h\u00f6here Effizienz begr\u00fcndet, da damit auch noch Warmwasser direkt mittels Sonnenenergie erzeugt werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berechnung W\u00e4rmepumpen<\/strong> auf <a href=\"https:\/\/www.energieinstitut.at\/tools\/heizrechner\">www.energieinstitut.at<\/a><br>Bei dieser Plattform sind fast alle Werte die unter den in &#8216;\u00f6rtlichen Voraussetzungen&#8217; angegebenen Parameter einzutragen. Man kann hier 2 alternative Energieformen gegen\u00fcberstellen und gleichzeitig berechnen. Im vorliegenden Beispiel wurde eine Luft-W\u00e4rmepumpe mit einer Erdsonde-(Sole-Wasser)-W\u00e4rmepumpe verglichen. Dabei wurde die Berechnung noch ohne Ber\u00fccksichtigung einer etwaigen Solaranlage gemacht. Die Anschaffungskosten f\u00fcr die W\u00e4rmepumpen m\u00fcsste man hier selbst eingeben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" width=\"979\" height=\"775\" src=\"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Warmepumpe.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-173\" srcset=\"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Warmepumpe.jpg 979w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Warmepumpe-300x237.jpg 300w, https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/Warmepumpe-768x608.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 979px) 100vw, 979px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Betriebskosten w\u00e4ren f\u00fcr die Erdsonde-(Sole-Wasser)-W\u00e4rmepumpe etwas niedriger als f\u00fcr die Luft-W\u00e4rmepumpe. Bei den Investitionskosten muss man aber davon ausgehen, dass diese f\u00fcr die Erdsonden-(Sole-Wasser)-L\u00f6sung wesentlich h\u00f6her w\u00e4ren als f\u00fcr die Luft-W\u00e4rmepumpe. \u00c4hnlich wie bei der Anschaffung eines Batteriespeichers f\u00fcr Photovoltaik w\u00e4re die Erdsonde-W\u00e4rmepumpe zwar prinzipiell effizienter, allerdings w\u00fcrden die deutlich h\u00f6heren Investitionskosten dazu f\u00fchren, dass keine finanzielle Amortisierung \u00fcber die Lebensdauer der Anlage erreicht werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Berechnung Solarthermie<\/strong><br>Eine online-Plattform zur etwaigen Berechnung einer Solarthermie Anlage konnte nicht gefunden werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diskussion der optimalen L\u00f6sung<\/strong><br>F\u00fcr das betrachtete Objekt scheint die schon bestehende Pellets Anlage prinzipiell eine sehr gute L\u00f6sung zu sein. Allerdings macht es aus \u00f6kologischer Sicht Sinn, zus\u00e4tzlich alternative Energien wie Photovoltaik oder W\u00e4rmepumpen zu nutzen. Speziell im Hinblick auf die Warmwasserbereitung im Sommer muss man diese beiden Energiesysteme ernsthaft in Betracht ziehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Zudem ergibt sich aus der Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung nat\u00fcrlich auch ein gewisses Ma\u00df an autarker Energiegewinnung. Man darf wohl auch damit rechnen, dass Batteriesysteme zur Speicherung und damit noch effektiveren Nutzung von Photovoltaik, in naher Zukunft nicht nur effizienter werden, sondern hoffentlich auch kosteng\u00fcnstiger. Im Moment w\u00fcrde sich die Anschaffung einer Speicherbatterie finanziell nicht amortisieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Evaluierung aller Rechercheergebnisse ergibt sich f\u00fcr das betrachtete Objekt als ideale Energieform eine Pellets Anlage in Kombination mit einer Luft-W\u00e4rmepumpe und einer Photovoltaikanlage (zurzeit ohne Batteriespeicher).&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei dem betrachteten Objekt handelt es sich um ein Einfamilienhaus in N\u00d6, welches im Jahr 2005 ausgebaut und thermisch generalsaniert wurde. Aus \u00f6kologischen \u00dcberlegungen wurde damals eine Pellets Anlage f\u00fcr Heizung und Warmwasserbereitung installiert, die bis heute zufriedenstellend und ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme funktioniert. Die mittlerweile guten Wirkungsgrade von W\u00e4rmepumpen und Nutzung von Sonnenenergie geben Anlass, um eine Adaptierung der Anlage vorzunehmen. VisionSchon bei der Sanierung des Hauses 2005 war uns der \u00f6kologische Gedanke, ein Heizsystem auf Basis erneuerbarer Energie zu verwenden, wichtig. Damals waren die Wirkungsgrade von Solarenergiesystemen oder W\u00e4rmepumpen noch nicht so zufriedenstellend, sodass wir uns f\u00fcr eine Pelletsheizung entschieden haben. Mittlerweile sind aber sehr effektive, alternative Energiesysteme verf\u00fcgbar. Auch die M\u00f6glichkeit einer autarken Energieerzeugung ermuntert uns, \u00fcber etwaige Verbesserungen des aktuellen Heizsystems nachzudenken. Was soll verbessert werdenSuboptimal ist beim derzeitigen System, dass im Sommer, die Pellets Anlage nur zur Warmwasserbereitung hochfahren muss. Hier w\u00e4ren eventuell Alternativen \u00fcberlegenswert die gerade im Sommer effizienter w\u00e4ren.&nbsp; Erwartungshaltung vor der DetailrechercheVon der Detailrecherche erwarte ich mir Informationen zu Wirkweisen, Anschaffungskosten und Betriebskosten von alternativen Energieformen. Im Idealfall kristallisiert sich eine bevorzugte (Zusatz)Alternative zur Pellets Anlage heraus. \u00d6rtliche Voraussetzungen Hausgr\u00f6\u00dfe, Standort2-geschossiges Haus mit 165m2 Wohnfl\u00e4che (Brutto-Gescho\u00dffl\u00e4che 218m2), genutzt von 3 Personen, im Bezirk Krems Land. Aus dem Standort ergeben sich folgende Kennzahlen gem\u00e4\u00df Energieausweis: 217 Heiztage im Jahr Norm-Au\u00dfentemperatur: -12 \u02daC Heizgradtage: 3644 Kd\/a (Kelvin Tage pro Jahr) F\u00fcr die Anbringung einer etwaigen Photovoltaik Anlage steht ein Nebengeb\u00e4ude (Garage) zu Verf\u00fcgung, mit Flachdach, Ausrichtung S\u00fcd-West und 30m2 Fl\u00e4che.&nbsp; Aktueller Verbrauch (Strom\/Heizung\/Warmwasser)Derzeitiger Verbrauch f\u00fcr Heizung und Warmwasserbereitung sind etwa 4,5 Tonnen Pellets pro Jahr. Der gesamte Stromverbrauch betr\u00e4gt etwa 3.300 kWh pro Jahr.Der Heizw\u00e4rmebedarf HWB betr\u00e4gt laut Energieausweis 67 kWh\/m2&nbsp; Existierende Installation Leistung kW existierender AnlageDie Pellets Anlage hat eine Nennleistung von 5-15kW. Heizungsinstallation (Radiatoren, Fu\u00dfbodenheizung)Die Beheizung erfolgt \u00fcber Fl\u00e4chenaustragung, in einer Kombination aus Fu\u00dfboden- und Wandheizung (Niedertemperaturheizung). Ausgearbeitete HandlungsoptionenF\u00fcr diese \u201eFallstudie\u201c haben wir verschiedene Webadressen recherchiert, um Informationen zu gewinnen und um verf\u00fcgbare Berechnungsmodelle zu verwenden, um Hinweise zu finden, welche alternativen Energieformen ideal f\u00fcr das betrachtende Objekt w\u00e4ren. Wir fanden im Besonderen die Webseite www.energieinstitut.at sehr informativ, um grundlegende Informationen \u00fcber erneuerbare Energie zu bekommen und wie man sein Haus umweltfreundlicher gestalten kann bzw. finden sich hier auch Berechnungswerkzeuge, die einen Hinweis auf Kosten und Einsparungsm\u00f6glichkeiten geben. F\u00fcr das betrachtete Objekt kommen prinzipiell folgende Energieformen in Frage: Pellets (Weiterf\u00fchrung des bereits verwendeten Systems) W\u00e4rmepumpen Sonnenenergie F\u00fcr n\u00e4here Informationen zu den Energieformen siehe Alternative Energien Berechnung alternativer EnergiesystemeF\u00fcr die Berechnungen wurden die Werte der &#8216;\u00f6rtlichen Voraussetzungen&#8217; verwendet, je nachdem welche Parameter auf den Web-Plattformen abgefragt wurden. Eine erste gute Orientierung betreffend des optimalen Heizsystems findet man auf&nbsp; Heizungsmatrix auf Energieinstitut Vorarlberg Mit der Heizungs-Matrix kann man feststellen, welche Heizungssysteme f\u00fcr ein Haus empfehlenswert sind. Diese Matrix ist einfach aufgebaut, einfach zu bedienen und gibt einen schnellen \u00dcberblick, welche Adaptierungen an einem Haus sinnvoll erscheinen. Parameter, die man kennen muss, um das Werkzeug zu bedienen sind der Heizw\u00e4rmebedarf am Standort des Geb\u00e4udes in kWh pro m2 und Jahr, bzw. gegebenenfalls das Alter des Objektes und den Grad einer get\u00e4tigten Sanierung. F\u00fcr das betrachtete Objekt scheint die bereits bestehende Pellets Anlage offenbar eine sehr gute Option zu sein, f\u00fcr die Warmwasseraufbereitung gibt es aber die Empfehlung f\u00fcr Solarthermie oder W\u00e4rmepumpe + Photovoltaik. Berechnung Photovoltaik&nbsp;(PV)Herk\u00f6mmliche Solarmodule haben eine ungef\u00e4hre Gr\u00f6\u00dfe von 1,7 m2 und erzielen bei guten Bedingungen etwa 350 Watt Peak (H\u00f6chstwert, etwa 0,2 kWp\/m2). Bei der zu Verf\u00fcgung stehenden Fl\u00e4che von 30m2 w\u00e4re somit eine Photovoltaik Anlage mit 5-6 kWp realisierbar.&nbsp; Berechnung Photovoltaik auf&nbsp;www.energieinstitut.at Dieses Tool gibt einen \u00dcberblick dar\u00fcber, wie viel Strom aus Sonnenenergie gewonnen werden kann. Um diesen Rechner effizient nutzen zu k\u00f6nnen, muss man den aktuellen Stromverbrauch pro Jahr wissen. Dar\u00fcber hinaus ist f\u00fcr die Berechnung der Photovoltaikanlage die Ausrichtung des Daches relevant, sowie die Dachneigung bzw. die m\u00f6glichen Anstellwinkel der PV-Paneele.Je nachdem wie viel Geld investiert werden kann, gibt es die Berechnung mit oder ohne Batteriespeicher. Bei diesem Berechnungsmodul kommt man auf einen Ertrag von 4.385 kWh\/Jahr, der durch eine Photovoltaikanlage realisierbar w\u00e4re. Der Grad der Eigennutzung h\u00e4ngt davon ab, ob man einen Batteriespeicher verwendet oder nicht. Ohne Speicherm\u00f6glichkeit betr\u00e4gt der Nutzungsgrad knapp \u00fcber 28%, dieser kann durch das Verwenden von Batteriespeichern auf 41% erh\u00f6ht werden. Allerdings muss man ber\u00fccksichtigen, dass sich die Anschaffung eines Batteriespeichers finanziell zurzeit nicht lohnt, da die Investitionskosten sehr hoch sind und sich keine Amortisation \u00fcber die Zeit einstellen wird (siehe nachfolgendes Bild). Berechnung Photovoltaik auf joulie.atDies ist eine online Berechnungsplattform der EVN AG. F\u00fcr die Eingabe werden folgende Parameter abgefragt: Postleitzahl und Ort, wie viele Personen im Haushalt leben bzw. meistens w\u00e4hrend der Woche untertags zu Hause sind und den Jahresstromverbrauch. Im weiteren Verlauf der Berechnung wird noch die Dachform, -fl\u00e4che und Himmelsausrichtung abgefragt. Hier kommt man interessanterweise auf eine weit h\u00f6here Eigenverbrauchsquote (mit Batteriespeicher) von 63%. Bei diesem Tool werden auch Investitionskosten in H\u00f6he von etwas mehr als \u20ac 22.000 angegeben, wobei hier auch noch ein 300 Liter Warmwasserspeicher mit Heizstab inkludiert ist, was wohl auch die h\u00f6here Effizienz begr\u00fcndet, da damit auch noch Warmwasser direkt mittels Sonnenenergie erzeugt werden kann. Berechnung W\u00e4rmepumpen auf www.energieinstitut.atBei dieser Plattform sind fast alle Werte die unter den in &#8216;\u00f6rtlichen Voraussetzungen&#8217; angegebenen Parameter einzutragen. Man kann hier 2 alternative Energieformen gegen\u00fcberstellen und gleichzeitig berechnen. Im vorliegenden Beispiel wurde eine Luft-W\u00e4rmepumpe mit einer Erdsonde-(Sole-Wasser)-W\u00e4rmepumpe verglichen. Dabei wurde die Berechnung noch ohne Ber\u00fccksichtigung einer etwaigen Solaranlage gemacht. Die Anschaffungskosten f\u00fcr die W\u00e4rmepumpen m\u00fcsste man hier selbst eingeben. Die Betriebskosten w\u00e4ren f\u00fcr die Erdsonde-(Sole-Wasser)-W\u00e4rmepumpe etwas niedriger als f\u00fcr die Luft-W\u00e4rmepumpe. Bei den Investitionskosten muss man aber davon ausgehen, dass diese f\u00fcr die Erdsonden-(Sole-Wasser)-L\u00f6sung wesentlich h\u00f6her w\u00e4ren als f\u00fcr die Luft-W\u00e4rmepumpe. \u00c4hnlich wie bei der Anschaffung eines Batteriespeichers f\u00fcr Photovoltaik w\u00e4re die Erdsonde-W\u00e4rmepumpe zwar prinzipiell effizienter, allerdings w\u00fcrden die deutlich h\u00f6heren Investitionskosten dazu f\u00fchren, dass keine finanzielle Amortisierung \u00fcber die Lebensdauer der Anlage erreicht werden kann. Berechnung SolarthermieEine online-Plattform zur etwaigen Berechnung einer Solarthermie Anlage konnte nicht gefunden werden. Diskussion der optimalen L\u00f6sungF\u00fcr das betrachtete Objekt scheint die schon bestehende Pellets Anlage prinzipiell eine sehr gute L\u00f6sung zu sein. Allerdings macht es aus \u00f6kologischer Sicht Sinn, zus\u00e4tzlich alternative Energien wie Photovoltaik oder W\u00e4rmepumpen zu nutzen. Speziell im Hinblick auf die Warmwasserbereitung im Sommer muss man diese beiden Energiesysteme ernsthaft in Betracht ziehen.&nbsp; Zudem ergibt sich aus der Nutzung von Sonnenenergie zur Stromerzeugung nat\u00fcrlich auch ein gewisses Ma\u00df an autarker Energiegewinnung. Man darf wohl auch damit rechnen, dass Batteriesysteme zur Speicherung und damit noch effektiveren Nutzung von Photovoltaik, in naher Zukunft nicht nur effizienter werden, sondern hoffentlich auch kosteng\u00fcnstiger. Im Moment w\u00fcrde sich die Anschaffung einer Speicherbatterie finanziell nicht amortisieren. Nach Evaluierung aller Rechercheergebnisse ergibt sich f\u00fcr das betrachtete Objekt als ideale Energieform eine Pellets Anlage in Kombination mit einer Luft-W\u00e4rmepumpe und einer Photovoltaikanlage (zurzeit ohne Batteriespeicher).&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":64,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/128"}],"collection":[{"href":"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=128"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/128\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":279,"href":"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/128\/revisions\/279"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/64"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/eprojekt.teamx.cc\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=128"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}